GMZ Seite023


Die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg
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2 Bombentreffer und Bordwaffenbe-
schuß legen die Maxhütte am 9.April
1945 still


Hochofen II wurde 1946 als erster
Hochofen in der gesamten Ostzone
wieder angeblasen
Nachdem durch Bombenangriffe in den letzten Kriegstagen die Maxhütte total stillgelegt worden war, musste zur Versorgung der Industrie in der sowjetischen Besatzungszone mit Roheisen und Stahl die Produktion rasch wieder aufgenommen werden. Es existierten nur in der Maxhütte 4 Hochöfen zur Erzeugung von Roheisen. Am 04.02.1946 wurde mit einem alten Dampfkolbengebläse der Hochofen 2 angeblasen. Mit der Inbetriebnahme des Gasbehälters und eines weiteren Hochofens normalisierte sich die Energielage für die Gasmaschinenzentrale.
Die Halle wurde von 1948 - 1950 auf 121 m erweitert. In diesem Anbau fanden 4 Hochofen-Turbogebläse und eine 1 MW-Kondensationsturbine Platz. Dazu gehörte der Kühlturm West.
Am 27. November 1950 kam es zu einer Havarie in der Gasmaschinenzentrale. Die 48 t schwere Kurbelwelle der Gasdynamomaschine 2 brach an ihrer Sollbruchstelle auseinander. Eine Ersatzkurbelwelle war nicht vorhanden. Die DEMAG Duisburg konnte kurzfristig keine neue Kurbelwelle liefern. Mitarbeitern derGasmaschinenzentrale gelang es, aus 2 schadhaften Kurbelwellen eine Ersatzwelle herzustellen. Eine Leistung, die gebührend gewürdigt wurde.
In den weiteren Jahren wurden die Maschinen und Anlagen für die energetischen Hilfsproduktionen Hochofenwind, Pressluft, Stahlwerkblaswind und Reingaserzeugung an die Erfordernisse der betrieblichen Verbraucher angepasst. Die Verschrottung ausgedienter und der Aufbau neuer moderner Anlagen war erforderlich.
In den 50er und 60er Jahren wurden die MAN Gasgebläse 1 - 3 demontiert und die Hochofen-Turbogebläse 5 - 8 aufgebaut. Der höhere Winddruck und die größere Windmenge waren für eine Leistungssteigerung am Hochofen erforderlich. Zur Bedienung wurde eine neue Messwarte errichtet. Die Arbeitsbedingungen konnten wesentlich verbessert werden.
Auch in der Windversorgung des Stahlwerkes kam es zu technischen Veränderungen. Nach den Stahlwerkturbogebläsen 1 und 2 in den Jahren 1951 und 1952 wurde 1968 das moderne Stahlwerkturbogebläse 3 in Betrieb genommen. Die Thyssen Gasgebläse 1 und 2 konnten anschließend verschrottet werden. Sie waren sehr störanfällig geworden und erfüllten nicht mehr die Erfordernisse eines modernen Glasbetriebes. Mit der Inbetriebnahme der bodenblasenden Sauerstoffkonverter im Jahre 1974 hatten auch die Turbogebläse 1 bis 3 ausgedient.
Von den 7 Gasmaschinen waren nur noch die Gasdynamos 2 und 3 geblieben, die nur abwechselnd gefahren wurden. Da der Platz für Erweiterungsmaßnahmen nicht ausreichte, musste auch der Gasdynamo 2 verschrottet werden.
Die Pressluftversorgung wurde systematisch mit neuen Maschinen auf den freien Fundamenten der demontierten Gasmaschinen konzentriert. Zu den Kompressoren 21 und 22 (noch TR Reihe) gesellten sich 5 Winkelverdichter 2SL3K 250c. Ab 1986 wurden 2 Turboverdichter für das Feststoffkonverterverfahren für Kühlzwecke in Betrieb genommen.
In den 80er Jahren entstand eine Umformeranlage zur Wärmeversorgung des neu errichteten Wohngebietes Saalfeld-Gorndorf, der die Hochofenturbogebläse 1 und 2 weichen mussten.





Der Bau der
Gasmaschinenzentrale
Der Betrieb der
Gasmaschinenzentrale
Die Entwicklung nach
dem 2. Weltkrieg
Historische Daten zur
Gasmaschinenzentrale
